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Nach dem Beaufsichtigen der Maschinen


Engels 2020

Ansprechpartner

Martin Maruschka
+49 (0) 202 698 27 211
maruschka​[​at​]​nrw-kultur.de

www.engels-maschinen.de



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Anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Engels untersucht das NRW KULTURsekretariat gemeinsam mit dem LVR-Industriemuseum das intellektuelle, gesellschaftliche und politische Erbe des einflussreichen Philosophen und politischen Aktivisten mit künstlerischen Mitteln.


Im Zentrum des mehrmonatigen Performance-, Installations- und Diskursprojektes »Nach dem Beaufsichtigen der Maschinen« stehen vielfältige künstlerische und diskursive Aktivitäten in Engelskirchen und im Internet.


Was kommt nach der Arbeit – nach jener Arbeit zumindest, die uns daran hindert, den »Geist mit anderen Dingen zu beschäftigen«? Was bedeutet Arbeit heute, im Zeichen gravierender Krisen und Veränderungen? Wie sehr ist unser Leben von Arbeit durchwoben; ist gar das Leben selbst zu einer Form von Arbeit geworden? Und: Wer ist das überhaupt heute, die »arbeitende Klasse« – in globalen Märkten und Netzen, digitalen Monopolen und neuen Klassenkämpfen?


Gestellt werden solche Fragen in Engelskirchen, dessen Geschichte stark durch die Engels’sche Baumwollspinnerei geprägt ist, an verschiedenen Orten im öffentlichen und semi-öffentlichen Raum: Auf dem Fabrikgelände, in der protestantischen Kirche, auf der Hauptstraße, die den Ort mit der Welt verbindet, an der Bahnstation, auf dem zentralen Platz, in der ehemaligen Familienvilla der Engels, im Rat- und Gemeindehaus u.a.


Internationale Künstler*innen werden von Dramaturg und Kurator Florian Malzacher eingeladen, konkret mit der Gemeinde, ihrer Geschichte und ihrer Gegenwart im öffentlichen Raum zu arbeiten. Dabei handelt es sich weitgehend um Auftragsarbeiten, die oft in direkter Auseinandersetzung mit Einwohner*innen entstehen und über ein langes Wochenende vom 24. bis 27.09.2020 präsentiert werden. Ein Teil der Arbeiten wird zudem über einen längeren Zeitpunkt sichtbar bleiben.


Mit künstlerischen Beiträgen von Ulf Aminde (Berlin), Harun Farocki † (Berlin), Dagna Jakubowska (Warschau), Dan Perjovschi (Sibiu), Alexandra Pirici (Bukarest), Quarantine (Manchester), Oliver Ressler (Wien), Zorka Wollny (Stettin) u.a.


Begleitet und erweitert wird das Programm ab dem 18.08.2020 durch eine Diskursplattform im Netz, konzipiert von Christian Esch und Florian Malzacher: Theoretiker*innen verschiedenster Disziplinen, Künstler*innen, Unternehmer*innen und Aktivist*innen entwerfen Ihre Visionen neuer Arbeits- und Lebenswelten.


Die zunehmend größere Schere zwischen Arm und Reich, der beschleunigte Klimawandel und zuletzt auch der Ausnahmezustand der Corona-Krise lassen kaum einen Zweifel an der Notwendigkeit tiefgreifender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen. Mit besonderem Fokus darauf, was sich von künstlerischen Prozessen über das Wesen von Produktion und Arbeit heute lernen lässt, suchen die einzelnen Interventionen nach Antworten auf grundlegende Fragen:


Wie sicher und nachhaltig ist das globale, auf Wertschöpfung basierende Finanz-, Wirtschafts- und Gesellschafts-System? Wie verhalten sich materielle und immaterielle Produktion zueinander, welche Prioritäten werden ihnen eingeräumt? Wie verändern Digitalität und Künstliche Intelligenz Arbeit und Produktion? Wie muss sich Arbeit unter den Vorzeichen der Klimakatastrophe verändern? Wie können wir das Verhältnis zwischen Mensch und anderen Lebewesen neu denken? Welche neuen Verbindungen zwischen lokalem, regionalem und globalem Denken, müssen nun gefunden werden? Wie lassen sich neue Formen von Kollaboration und Kollektivität denken?


Über sämtliche Projektaktivitäten informiert eine eigens eingerichtete Webseite unter der Domain www.engels-maschinen.de


Ansprechpartner

Martin Maruschka
+49 (0) 202 698 27 211
maruschka​[​at​]​nrw-kultur.de

www.engels-maschinen.de



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