Wichtige Hinweise im Zusammenhang mit Covid 19 finden Sie unter Corona aktuell Important information in connection with Covid 19 can be found under Corona aktuell
q   Programme
e
r
Fonds Neues Musiktheater

Geförderte Produktionen 2020-22

Staatstheater


Szenische Komposition von Mauricio Kagel (1967/1970) am Theater Bonn
q   Fonds Neues Musiktheater

www.theater-bonn.de



posttwitter

»Ob Kagels ›Staatstheater‹ ein Standardwerk werden wird? Die Besetzung ist variabel, auch Provinztheater müßten das Stück spielen können. Daß es eines der wichtigsten Werke des musikalischen Theaters der Nachkriegszeit ist, eines der notwendigsten vor allem, ist sicher.« Kritikerpapst Heinz Josef Herbort lehnte sich mit seiner Einschätzung in seiner Rezension der Uraufführung, erschienen in der Zeit vom 30. April 1971, ziemlich weit aus dem Fenster – was Folgeproduktionen von Mauricio Kagels szenischer Komposition anbelangt, darf man vielleicht Wertungsdivergenzen vermuten: Allzu häufig hat sich nach der spektakulären Uraufführung in der novitätenreichen Hamburger Liebermann-Ära kein großes Haus mehr an das veritable Experiment herangewagt. Und das, obwohl Herbort auch geschrieben hatte, Kagel wolle mit STAATSTHEATER zweierlei: »das eitle Drum und Dran um die und in der Oper bloßstellen und damit beseitigen helfen und an dessen Stelle eine neue Aktivität, ein neues Qualitätsgefühl, einen bislang vom Apparat gehemmten neuen Spieltrieb frei machen. Das wiederum kann der Oper als Museum nur zugute kommen.«


1971 wurde die Hamburgische Staatsoper wegen Bombendrohungen unter Polizeischutz gestellt – fast fünfzig Jahre später (und unter dem besonderen Aspekt der Feierlichkeiten rund um den auch von Kagel thematisierten BTHVN) sollte man sich an den Versuch wagen, das Werk erneut zu erproben.

Regisseur Jürgen R. Weber hat die ursprünglich für April 2020 geplante Produktion über die Krise gerettet und mit daraus resultierenden Gedanken angereichert. So ist vielleicht STAATSTHEATER an der Oper Bonn die erste wirkliche theatrale Reaktion auf die allerjüngste Vergangenheit der Republik wie der Stadt!


Musikalische Leitung: Daniel Johannes Mayr
Inszenierung: Jürgen R. Weber
Bühne: Hank Irwin Kittel
Kostüme: Kristopher Kempf
Licht: Friedel Grass
Einstudierung Jugendchor: Ekaterina Klewitz


Premiere: 13.09.2020, 18:00 Uhr
weitere Termine: 20.09.2020, 18:00 Uhr
27.09..2020, 18:00 Uhr
01.10.2020, 19:30 Uhr
04.10.2020, 18:00 Uhr
Opernhaus, Bonn


www.theater-bonn.de



posttwitter